Neue Publikation zur Nachhaltigkeit schlanker Industrie 4.0-Netzwerke veröffentlicht

20.06.2018

Frau Prof. Dr. Marion Steven und Herr Timo Klünder, M.Sc. haben einen Beitrag zur Nachhaltigkeit schlanker Industrie 4.0-Netzwerke veröffentlicht.

Steven, M., Klünder, T.: Nachhaltigkeit schlanker Industrie 4.0-Netzwerke, in: Khare, A., Kessler, D., Wirsam, J. (Hrsg.), Marktorientiertes Produkt. und Produktionsmanagement in digitalen Umwelten, Festgabe für Klaus Bellmann zum 75. Geburtstag, Springer Gabler, Wiesbaden, 2018, S.201-221


Buchcover Festgabe Bellmann

Die vierte industrielle Revolution ist gekennzeichnet durch die Verschmelzung der physischen Welt der Produktion mit der digitalen Welt der Informationstechnik. Sie wird aufgrund des technologiegetriebenen Veränderungsprozesses in Anlehnung an die Versionsbezeichnungen von Software als Industrie 4.0 bezeichnet und erfordert eine verstärkte kollaborative Wertschöpfung in Netzwerken. Somit konkurrieren nicht länger Einzelunternehmen, sondern Netzwerke.

Zielsetzung der Bundesregierung ist die Positionierung der deutschen Industrie als Leitmarkt und Leitanbieter für Industrie 4.0-Anwendungen. Zwischen 2013 und 2015 wurden jedoch über 2.500 Patente für grundlegende Industrie 4.0-Technologien von chinesischen Unternehmen angemeldet. Deutschland konnte im selben Zeitraum lediglich 441 Erfindungen gewerblich schützen. Die angestrebte Position des Leitmarktes und Leitanbieters ist somit erheblich gefährdet.

Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist in allen DAX-30-Unternehmen verankert und Deutschland nimmt im internationalen Vergleich eine Spitzenposition bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen ein. Das Leitbild nachhaltiger Entwicklung kann als Differenzierungsmerkmal wirken. Differenzierung führt zu einer gefestigten Position in der Auseinandersetzung mit den Wettbewerbskräften, schafft Eintrittsbarrieren und schirmt so gegen den Wettbewerb ab.