Aktuelle Forschungsprojekte

Regionale Integration in Afrika südlich der Sahara

Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Anzahl regionaler Handelsabkommen in Industrie- und Entwicklungsländern signifikant gestiegen. Unter anderem durch Schaffung eines größeren Marktes für Handel und Investitionen versprechen diese Abkommen ein insgesamt höheres Wohlfahrtsniveau. Das Forschungsprojekt zielt auf die Identifizierung der treibenden Kräfte für regionale Handelsintegration innerhalb der COMESA-EAC-SADC-Tripartite. Des Weiteren untersucht das Projekt empirisch die Auswirkungen regionaler Handelsabkommen auf den bilateralen Handel sowie auf das wirtschaftliche Wachstum.

Aufbau von Institutionen und guter Regierungsführung in Entwicklungsländern

Qualitativ hochwertige Institutionen und gute Regierungsführung sind eine wichtige Bedingung für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes. Dies wird durch zahlreiche Studien untermauert. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Faktoren für den Aufbau von Institutionen und für die langfristige Sicherstellung guter Regierungsführung.

Determinanten von ausländischen Direktinvestitionen

Ausländische Direktinvestitionen (ADI) bieten gerade für Entwicklungsländer viele ökonomische Vorteile. Sie führen zu einem Kapitalzufluss, technologischen Spillovereffekten oder einer erhöhten Wettbewerbsintensität in den Empfängerländern. Das Forschungsprojekt untersucht die politischen und ökonomischen Determinanten von ADI, beispielsweise bilaterale Investitionsschutzabkommen, Doppelbesteuerungsabkommen, regionale Integration und Wechselkurssysteme.

Süd-Süd-Kooperationen

Die wachsende ökonomische und politische Bedeutung von Entwicklungs- und Schwellenländern in der Welt haben zu einem signifikant höheren Interesse an Süd-Süd-Kooperationen geführt. Diese Kooperationen beinhalten die technische und ökonomische Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern, um gemeinsame Entwicklungsziele zu erreichen. Inwieweit werden diese Süd-Süd-Kooperationen die Geografie des globalen Handels beeinflussen und was impliziert das für die Entwicklungspolitik? Dieses Forschungsprojekt untersucht die Determinanten sowie Auswirkungen dieser Kooperationen in verschiedenen Ländern, wie zum Beispiel die Rolle von chinesischen ADI in Sub-Sahara Afrika. Besonderer Fokus liegt dabei in der Ausgestaltung von Handel, ADI, Entwicklungshilfe und Institutionen in diesen Ländern und inwieweit das Konzept der Süd-Süd Kooperationen vom traditionellen Ansatz der Entwicklungshilfe durch Industrieländer abweicht.

Strukturelle Transformation von Entwicklungsländern

Ein wichtiger Ansatz zur Erhöhung von Wachstumsraten in Entwicklungs- und Schwellenländern besteht in der strukturellen Transformation von Volkswirtschaften. Damit ist eine Verschiebung der wirtschaftlichen Aktivität von Bereichen mit niedriger Produktivität (z.B. Landwirtschaft) zu Sektoren mit höherer Produktivität verbunden (z.B. Verarbeitendes Gewerbe). Das Forschungsprojekt untersucht die Auswirkungen und Determinanten struktureller Transformation.

Auswirkungen von Globalisierung und Handel auf Arbeitsmärkte

Globalisierungsprozesse und insbesondere Veränderungen in der Handelsstruktur eines Landes, einzelner Sektoren oder Firmen haben weitreichende Auswirkungen auf Arbeitnehmer. So kann Handel zu Verschiebungen von Produktionsprozessen zwischen einzelnen Sektoren eines Landes führen und somit sektorenspezifische Beschäftigungszahlen und die Löhne der Arbeitnehmer beeinflussen. Ein Forschungsprojekt beschäftigt sich mithilfe von Mikrodaten mit den daraus resultierenden Implikationen für Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen. Darüber hinaus wird auf Basis eines umfassenden dänischen Arbeitgeber-, Arbeitnehmerdatensatzes, der die Gesamtheit aller dänischen Firmen sowie Arbeitnehmer beinhaltet, in einem weiteren Forschungsprojekt analysiert, wie sich veränderte Handelsstrukturen auf Umstrukturierungsprozesse innerhalb einer Firma auswirken und welchen Effekt dies wiederum auf die objektiv messbare Arbeitnehmergesundheit hat.