Forschung am Lehrstuhl für Innovationsmanagement

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Die Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl für Innovationsmanagement konzentrieren sich auf die verhaltenswissenschaftliche Untersuchung des Entstehens und der Umsetzung von Innovationen, sowohl in etablierten Organisationen als auch im Rahmen von Unternehmensgründungen. Der Fokus liegt dabei auf Fragestellungen, die erklären, wie gerade unter ungünstigen und besonders herausfordernden Bedingungen die Kreativität und Innovationstätigkeit von organisationalen Akteuren gefördert werden kann.

In dieser Untersuchung wird ein breites Spektrum an empirischen Methoden eingesetzt, mit Schwerpunkt auf quantitativ-empirische Forschungsansätze. Ziel unserer Forschung ist es, einen signifikanten wissenschaftlichen Beitrag zu leisten, was sich auch durch Publikationen in international führenden Zeitschriften ausdrückt. Zudem steht immer auch die Praxisrelevanz unserer wissenschaftlichen Befunde im Mittelpunkt, um Unternehmen mit evidenzbasierten Einsichten und praktisch anwendbaren Werkzeugen auszustatten. Daher erfolgt unsere Forschung zumeist in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmenspartnern. Der Lehrstuhl ist mit seiner Forschung am Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Transformation sowie am Research Department Closed Carbon Cycle Economy beteiligt.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

Organisation und Förderung von Innovation: Einfluss von Ressourcenverfügbarkeit auf Kreativität und Innovation, Digitalisierung der Organisation des Innovationsprozesses, Messung und Förderung von Kreativität und Innovation, Ansätze zur Entwicklung und Akzeptanzsteigerung von digitalen Produkten und Geschäftsmodellen.

Auswirkungen von Belastungen und Rückschlägen Im Innovationsprozess: Lernen von Rückschlägen in innovativen Vorhaben, Resilienz im Innovations- und Gründungskontext, Auswirkungen von Stress und Stressoren in der Innovationstätigkeit und mögliche Bewältigungsstrategien.

Innovation und Social Entrepreneurship in Schwellen- und Entwicklungsländern: Kreative Verhaltensmuster in Innovationsprojekten, Kreativität und Erkennen von Gelegenheiten in Social Entrepreneurship und Social Innovation, Rolle von materiellen und sozialen Ressourcen für social ventures.

Laufende Forschungsprojekte

Die menschliche Seite der Digitalisierung von Innovationsprozessen

Dauer: 1.9.2019 - 29.2.2020

Beteiligte: Prof. Dr. Weiß (Projektleitung)

Auftraggeber / Zuwendungsgeber: Mercator Research Center Ruhr (MERCUR)

Beschreibung:Der rasante Fortschritt in der Entwicklung digitaler Technologien hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Wirtschaftswelt. Dabei ist unstrittig, dass die Digitalisierung an sich ein wichtiger Treiber der Innovationstätigkeit ist. Was allerdings in der bisherigen Innovationsforschung kaum Bestandteil systematischer Untersuchung war, ist, inwieweit die zunehmende Digitalisierung des Innovationsprozesses selbst die Innovationstätigkeit fördert oder hemmt. Insbesondere die Auswirkung auf Innovatoren, also diejenigen Personen, die letztlich für die Schaffung von Innovationen verantwortlich sind, ist bislang noch weitestgehend unklar. Dementsprechend besteht noch kein gutes Verständnis davon, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf diese menschliche Seite der Innovation hat. Daher ist das übergreifende Ziel dieses strategisch langfristig angelegten Forschungsprojekts, zu untersuchen, welche Aspekte der Digitalisierung des Innovationsprozesses innovationsfördernde oder innovationshemmende Effekte auf die menschliche Seite von Innovation erwarten lassen und welche Kontextfaktoren diese Effekte verstärken oder abschwächen. Hierbei soll ein besonderes Augenmerk auf durch das Management beeinflussbare Faktoren gelegt werden, um die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Gestaltung der Digitalisierung von Innovationsprozessen zu ermöglichen.