Laufende Forschungsprojekte


Innovationsbericht Nordrhein-Westfalen

Dauer: 1.4.2019 – 28.4.2022
Beteiligte am CEIT: Dr. Christian Warnecke (Projektleitung), Prof. Dr. Marianne Saam
Kooperationspartner: RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (Gesamtprojektleitung), Essen; Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim; SV gemeinnützige Gesellschaft für Wissenschaftsstatistik GmbH, Essen
Auftraggeber / Zuwendungsgeber: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Beschreibung:

Der Innovationsbericht für Nordrhein-Westfalen hat die Aufgabe, das Innovationssystem in NRW umfassend zu beschreiben und zu analysieren.  Das CEIT führt im Rahmen des Projektes im Jahr 2019 eine deutschlandweite Befragung bei Hochschullehrenden und Leitungspersonal an außeruniversitären Forschungseinrichtungen durch. Die Befragung untersucht den Wissenstransfer von Forschungseinrichtungen in die Wirtschaft und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Forschung und Lehre.



Persönliche Eigenschaften als Vorläufer unternehmerischer Intention in Entwicklungsländern: eine Untersuchung vietnamesischer Studierender

Dauer: 1.5.2018 – 30.4.2021
Beteiligte am CEIT: Le Duc Anh (Promotionsbetreuer: Prof. Dr. Marianne Saam; Prof. Dr. Matthias Weiß)
Auftraggeber / Zuwendungsgeber: Stipendium des International Cooperation Department (Ministry of Education & Training, Vietnam)

Beschreibung:

Unternehmertum ist ein wichtiges soziales Phänomen, da es berufliche Chancen schafft und damit die Arbeitslosigkeit reduziert. Außerdem kann die unternehmerische Tätigkeit regionale Entwicklung, Innovation und Wirtschaftswachstum befördern. So entwickeln immer mehr Regierungen verschiedener Länder Programme zur Förderung der Unternehmensgründungen und des Unternehmertums.

Vietnam und viele andere Entwicklungsländer haben eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, die Studierende ermutigen, sich am Unternehmertum zu beteiligen und es in die Erwägungen zur Berufswahl einzubeziehen. Da festgestellt wurde, dass unternehmerische Absichten die besten Prädiktoren für unternehmerisches Verhalten und Aktivitäten sind, ist es notwendig, unternehmerische Absichten und ihre Antezedenten besser zu verstehen.

Das Ziel der Studie ist es:

  •  Faktoren zu identifizieren, die die unternehmerische Absicht vietnamesischer Studierender beeinflussen.
  • Auswirkungen dieser Faktoren auf die unternehmerische Absicht zu messen und zu bewerten
  • die Unterschiede in der unternehmerischen Absicht (falls vorhanden) zwischen den Gruppen (Bildungsgrad, Geschlecht, Studiengang) zu analysieren.


Empirische Analyse der Determinanten von regionalen Gründungsaktivitäten

Dauer: 1.2.2019 – 31.1.2020
Beteiligte am CEIT: Martin Queißner (Promotionsbetreuer: Prof. Dr. Saam, Prof. Dr. Golosnoy)
Auftraggeber / Zuwendungsgeber: eigene Mittel

Beschreibung:

Ein großer Teil der theoretischen als auch empirischen Literatur zum Thema Entrepreneurship identifiziert einige Faktoren, die sich positiv auf das Unternehmertum auswirken. Allerdings legen die meisten Forschungsarbeiten ihren Fokus auf einzelne Faktoren oder Klassen von Faktoren und nicht auf große und nichtlineare Interdependenzen von Determinanten.

Ziel dieses Projektes ist es, Determinanten zu identifizieren, die sich unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren positiv auf regionale, unternehmerische Aktivitäten auswirken. Die Messung unternehmerischer Tätigkeiten erfolgt anhand von Neugründungen von Firmen und von Selbstständigkeiten auf regionaler (NUTS-3) Ebene. Das Projekt nutzt einen großen Datensatz deutscher Regionen. Um alle relevanten Determinanten zu finden, die regionale unternehmerische Aktivitäten fördern, werden zwei wissenschaftliche Ansätze verfolgt. Der erste Ansatz verwendet statistische Lerntechniken, nämlich Lasso Regressionen und Random Forest, zur Merkmalsauswahl. Die zweite Technik nutzt einen ökonometrischen Rahmen für kausale Inferenz. Die Robustheit der Ergebnisse wird mit gängigen statistischen Methoden, sowie mit Kreuzvalidierung unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede oder zeitlicher Trends evaluiert.



Abgeschlossene Forschungsprojekte


Unterschiedliche Konzepte der F&E-Produktivität in der Analyse des gesamtwirtschaftlichen Wachstums

Dauer: 1.1.2019 - 30.6.2019
Beteiligte am CEIT: Prof. Dr. Saam (Projektleitung), Chuan Liu
Auftraggeber / Zuwendungsgeber: Mercator Research Center Ruhr (MERCUR)

Beschreibung:

Ein rückläufiges Wachstum der Arbeitsproduktivität ist in den industrialisierten Ländern mit Unterbrechungen seit den 1950/60er Jahren zu beobachten. Jüngst hat eine Arbeit von Bloom et al. (2017) den Rückgang auf eine sinkende Forschungsproduktivität (“Idea TFP”) zurückgeführt. Die Forschungsproduktivität wird dabei definiert als das Verhältnis des Wachstums der totalen Faktorproduktivität (die das Outputwachstum bereinigt um die Einflüsse des Wachstums von Kapital und Arbeit darstellt) zu den preisbereinigten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) in einem Jahr. Die Idea TFP soll angeben, in welchem Ausmaß neue Ideen je Euro F&E-Ausgaben hervorgebracht werden. Die Autoren finden Evidenz dafür, dass die Idea TFP in den letzten Jahrzehnten stark gesunken ist. Es gibt parallel dazu eine über 50 Jahre alte Literatur, die Forschung und Entwicklung als immaterielle Kapitalinvestition betrachtet. Deren Grenzertragsrate kann durch ökonometrische Schätzung ermittelt werden. Evidenz für stark rückläufige Ertragsraten von F&E gibt es nicht. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die beiden Konzepte Idea TFP und Grenzertragsrate von F&E auf theoretischer Ebene miteinander in Beziehung zu setzen und in einem gemeinsamen empirischen Rahmen anwendbar zu machen. Dies wird zu einem tieferen Verständnis der auf den ersten Blick stark kontrastierenden Ergebnisse beider Forschungsansätze führen.



Wachstumsperspektiven der digitalen Transformation

Dauer: 1.5.2018 - 30.9.2018
Beteiligte am CEIT: Prof. Dr. Saam (Projektleitung), Chuan Liu
Kooperationspartner: Dr. Thomas Niebel (Gesamtprojektleitung), ZEW Mannheim
Auftraggeber / Zuwendungsgeber: ZEW Mannheim, im Rahmen eines von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projektes

Beschreibung:

Trotz der Internetrevolution fiel in vielen Industrieländern das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in den letzten Jahren deutlich niedriger als in den Jahrzehnten zuvor aus. Ursächlich dafür könnte sein, dass die Wachstumswirkungen nicht richtig gemessen werden, aber auch, dass sich bedeutende Wachstumspotentiale noch nicht entfaltet haben. Der zugrundeliegenden Logik nach ist das Bruttoinlandsprodukt ein Maß des industriellen Zeitalters. Messprobleme in einer zunehmend dienstleistungs- und wissensbasierten Wirtschaftswelt sind bekannt, wenngleich viele davon in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung praktisch noch nicht hinreichend gelöst sind. Durch die digitale Transformation werden diese Schwierigkeiten in neuen Dimensionen verschärft.

Die Studie hat zum Ziel, einen Ansatz und erste empirische Evidenz dafür zu entwickeln, inwieweit in Deutschland die Messung des Bruttoinlandsprodukts um wesentliche, bisher nicht gemessene Aspekte der digitalen Wirtschaft erweitert und ergänzt werden kann. Weiterhin soll eine Einschätzung zum bisherigen und künftigen Wachstumspotential der digitalen Transformation abgegeben werden.

Das Team am CEIT schätzt Wachstumswirkungen der Digitalisierung auf der Ebene der Endprodukte, insbesondere der Konsumgüter, ab.